Mein
Freund der Kampfhund !?
Diese
Frage wird in der breiten Öffentlichkeit durch die Beeinflussung der Medien
meist negativ
beantwortet. Ist es nicht gerade der Mensch der einen normalen friedlichen
Hund zur Bestie erziehen kann
und somit unkontrollierbar macht.
Die Behörden haben zwei Hunderassen ausgesucht u. diese als besonders
gefährlich eingestuft
u. somit im Sprachgebrauch als „Kampfhund“ deklariert. Aber hat die
Vergangenheit
nicht gezeigt, dass auch andere Hunderassen gefährlich sein können u.
teilweise Menschen
todgebissen haben. Rottweiler, Dobermann, Schäferhund, Dogge, Boxer u.s.w.
wären ja dann
harmlose Hunde oder spielt da auch die Lobby eine Rolle?
Vor ca.
5 Jahren haben meine Frau u. ich uns dazu entschlossen eine ehrenamtliche
Tätigkeit
im Tierheim Pirmasens zu beginnen um den Hunden durch Spaziergänge das Leben
zu verschönern.
Nach wenigen Wochen wurden wir von einer Mitarbeiterin des Tierheims
angesprochen
ob wir nicht zwei „bekloppte“ Hunde ausführen würden. Es waren Timmy u.
July
ein Stafford- Labraddor- mix u. eine Stafford Hündin. Sie waren
aufgedreht wohl weil
sie zu Anfang keiner so gerne Anleinen geschweige denn ausführen wollte.
Von Monat zu Monat hat es uns mit den zwei immer mehr Spaß gemacht, u. je
länger wir uns
mit den zwei befassten um so inniger wurde das Verhältnis. Die Hunde waren
mittlerweile
auch zu den Lieblingen des Tierheimes geworden.
Aufgrund der Zuneigung zu den beiden haben wir Sie zu Anfang aus Mitleid an
zwei, drei Wochenenden
mit nach Hause genommen. Es kam wie es kommen musste. Als würden Sie wissen
um was es ging wich mir Timmy selbst Nachts nicht mehr von der Seite u. July
zeigte
auch Ihre unnachahmliche Zuneigung. Obwohl wir eigentlich keine Tiere
bezüglich des
Trennungsschmerzes haben wollten nahmen wir die zwei nach 5 Jahren
Aufenthalt im
Tierheim (beflügelt der Gewissheit, daß sie wohl als „Kampfhund“ nie mehr
lebend aus
diesem heraus kommen würden) mit nach Hause.
Warum
hat dies lange vor uns noch keiner getan?
In der ganzen
Familie und bei Bekannten sind Sie durch Ihre symphatische Art beliebt.
Sie leben nun knapp zwei Jahre bei uns und wir haben die beiden in unser
Herz geschlossen.
Das alles unterstreicht wieder einmal dass auch der
so genannte Kampfhund der Beste Freund des Menschen ist.
Bedingt des schon hohen Lebensalters hoffen wir auf noch
viele schöne
Momente mit unseren Freunden.
Bernd und Birgit Wolf,
05.03.2006