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SAMOHGA und MONTAHA
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Zur Vorgeschichte
Als am 8. August die Bilder dieser beiden
Pferde im Internet auftauchten, war klar, dass etwas getan werden MUSSTE.
Sie standen auf einer EU-Sammelstation in der Nähe von Schweinfurt und
warteten auf den Schlachtpferdetransport nach Italien. |
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Samohga 28
Jahre Montaha 26 Jahre |
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Traurig genug, sein Pferd so zu entsorgen,
aber dann noch mit diesem Hintergrund! Die beiden Stuten (eine 3. Stute war
bereits anderweitig vermittelt, Gott sein Dank!) sind bekannte ehemalige
Zuchtpferde von namhaften Gestüten. Sie haben erfolgreiche, berühmte
Nachkommen im In- und Ausland und ihren Besitzern damals viel
Geld und Anerkennung beschert! Ihr Leben lang haben sie den Menschen gedient
und ein Fohlen nach dem anderen geboren. Von ihren Heimatgestüten wurden sie
im Glauben an einen schönen Lebensabend z. T. mit Schutzvertrag an einen
anderen „Züchter“ weitergegeben…
Danke, lieber Tierschutzverein!
Wir mussten sie irgendwie heraus kaufen und
da weg holen - das war klar, aber wie? Schnell sagten andere Züchter und
Pferdefreunde im Araberforum zu, Geld zu spenden damit die alten Stuten
nicht auf diesen
Transport müssen. Aber es war klar, dass das Geld nicht bis zum Wochenende
eintreffen und bis dahin sollten
die Pferde dort weg sein. Es musste dringend eine Lösung her…
An dieser Stelle: Danke Frau Hopmeier, dass
sie so schnell auf meine Mail reagiert und so unkompliziert ihre
Hilfe angeboten haben!!! Nachdem wir am 12. August 2010
telefoniert
hatten, konnte ich am 13. August bereits das Geld zum Freikauf abholen und
so sind meine Schwester und ich am 14. August Richtung Schweinfurt gefahren,
um die beiden zu bezahlen.
In der EU-Sammelstation
Dort angekommen, erwartete uns ein
furchtbares Bild. Die beiden Pferde waren in katastrophalem Zustand gebracht
worden: total verwahrlost, Samohga nur noch Haut und Knochen und Montaha
hatte ein wirklich schlimmes Bein mit dickem Karpalgelenk. Ich möchte aber
auch lobend erwähnen, dass der Stall der Sammelstation wirklich sehr sauber
war und alle Pferde sauber und hell standen und frisches Heu und
Wasser hatten! |
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Aufgrund der wachen Augen und dem Interesse
der Stuten an ihrer Umwelt konnten wir guten Gewissens entscheiden, die
Pferde nicht nur freizukaufen, um zu erlösen (danke auch hier dem
Tierschutzverein für die angebotene Hilfe!), sondern um sie auf einen guten
Platz zu schicken, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen dürfen.
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In der Zwischenzeit war es gelungen,
Endplätze für die beiden Pferde zu finden. Am Sonntag sollte die
Fuchsstute von ihren neuen Besitzern in ein 250 km entferntes Gestüt
abgeholt werden und die Rappstute
erst einmal zum Päppeln auf das Arabergestüt „El Sabu“ von Nicole Kumpf
kommen. Von dort soll sie dann
- wenn sie wieder fit genug ist- die Reise zu ihrem Endplatz antreten.
Geschafft!
Soweit hat bisher alles geklappt: Am Sonntag
wurde Montaha von ihrer neuen Brötchengeberin Marina abgeholt und sie darf
nun auf deren Gestüt „Al Qurquf Arabians“ ihren Lebensabend verbringen.
Am Montag wurde Samohga vom Händler „auf Zwischenstation“ zu Nicole gebracht
(auch hier hat der Tierschutzverein seine Hilfe zugesagt, danke!), die sie
liebevoll päppelt und betreut. Leider hat sich Samohga
eine Infektion zugezogen und wird seit gestern tierärztlich behandelt. Sie
ist sehr schwach auf den Beinen, wir hoffen so sehr, dass sie es schafft!
Wenn alles gut geht, wird die Maus bald weiter reisen zu Peter, der sie noch
aus früheren Zeiten kennt und ihr
auf seinem kleinen Gestüt das Gnadenbrot geben möchte.
Und DAS hat man Samohga angetan bevor man sie
beim Schlachter abgegeben hat…
(Der helle Fleck auf der linken Seite ist übrigens Heilerde, da sie dort
einen schmerzenden Bluterguss hat. Der „Züchter“ hatte nämlich bis vor zwei
Wochen noch einen Hengst bei den Stuten, in der Hoffnung, sie noch mal
tragend zu bekommen. Was geht in solchen Menschen vor?) |
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Ich bin sehr froh, dass Samohga jetzt so
liebevoll umsorgt wird und nur das Beste vom Besten bekommt. So
sehr gepflegt, umhegt und geliebt wie bei Nicole und ihrem Mann wurde sie
sicher schon lange nicht mehr.
Sie ist sehr dankbar und wiehert den beiden bereits freudig zur Begrüßung
zu. |
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Mittwoch, 29. September 2010
Guten Morgen Frau Hopmeier,
ich habe leider traurige Nachrichten. Wir mussten heute morgen unsere
Moghi gehen lassen. Sie hatte sich übers WE nach der Akupunktur nochmal
aufgerappelt und gut und gerne gegessen, aber heute Morgen lag sie und kam
nicht mehr hoch. Die Hinterbeine waren ganz steif, wir wollten sie nicht
quälen, das hat sie nicht verdient. Sie hat noch mal gegessen und ist dann
ruhig eingeschlafen. Nicole war bei ihr. Ich denke, sie konnte mit einem
guten Gefühl gehen, sie hat gewusst, dass sie geliebt wird...
Traurige Grüße Kerstin Weber
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Montaha erholt sich bei Marina gut und in
rasantem Tempo: Sie wurde entwurmt, ihre zu langen Hufe wurden geschnitten
und man hat sich um ihr Bein gekümmert. Es handelt sich anscheinend neben
Arthrose um einen unbehandelten Bruch! Aber die Stute hat sich damit
arrangiert und weiß ihr Bein zu gebrauchen. Gerade heute habe ich Bilder von
ihr erhalten und man sieht, was eine knappe Woche Futter, Pflege und Liebe
ausmachen können: |
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Montaha in ihrem neuen Zuhause |
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Ich danke allen Helfern und allen, die ihre Hilfe angeboten haben. Ganz
besonderen Dank an Nicole und ihren Mann, an Marina, an Peter und natürlich
an den Tierschutzverein Pirmasens, dass ihr das alles möglich
gemacht habt!!! Kerstin Weber
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