LAIKA

 
Liebe Fr. Hopmeier,

letzten Mittwoch haben wir unsere Laika gehen gelassen. Wie ich Ihnen in den letzen E-Mails bereits geschrieben habe, wurde sie von Tag zu Tag schwächer. Ab dem 30.04. wollte Sie gar nichts mehr fressen, keine Leckerlies, keine Wurst, nichts mehr. Sie konnte auch Ihre Geschäfte nicht mehr machen und von Spazierengehen war keine Rede mehr. 

Unser Tierarzt hat Sie am Dienstag nochmal untersucht und uns gesagt, dass Ihre Leber am Versagen ist und dass es in Ihrem gesundheitlichen Zustand keine Hoffnung mehr gibt. Ich bin mit der Laika daraufhin nach Hause gefahren und wir haben in der Nacht und am nächsten Tag Abschied genommen. Am Mittwoch Abend sind wir zum Tierarzt und haben Sie erlöst.

Uns und vor allem mir tut es immer noch sehr weh darüber zu sprechen/schreiben, aber es war das Beste, was wir für unsere Laika noch tun konnten. Sie hat sich zum Schluß mehr gequält, als dass sie die Zeit genießen konnte, von daher war es die richtige Entscheidung, dieses Leiden abzukürzen. Es ging auch wahnsinnig schnell, nach der Beruhigungsspritze wurde Sie noch etwas unruhig, aber als dann die eigentliche Spritze (Überdosis Nakosemittel) kam, hat es nur noch Sekunden gedauert und innerhalb von 5 Minuten wurde dann der Tod festgestellt. Daran hat man auch gesehen, dass sie einfach keine Reserven mehr übrig hatte.

Danach haben wir die Laika in unserem Garten beerdigt. Es wird sicherlich noch einige Zeit vergehen, bis ich die ganze Situation mit etwas mehr Abstand betrachten kann. Daher mache ich für heute Schluß, lege aber noch ein paar Bilder der letzen zwei Wochen bei, darauf kann man gut erkennen, dass von dem einst stattlichen Hund nur noch Haut und Knochen übrig geblieben sind. Ihre linke Gesichtshälte ist durch den Muskelschwund immer mehr einfallen und das Auge blieb die letzten 2 Wochen meistens stehen, dort hat sie vermutlich nichts mehr sehen können.

Viele liebe Grüße an das gesamte Tierheim-Team

 

Silke Schwarz, 09. 05. 2006

 

 

Laika`s glückliche Zeit
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