Hallo
Frau Hopmeier,
heute
möchte ich Ihnen unbedingt mitteilen dass Electra, unser kleiner Ausreißer
am Donnerstag
in "IHRE" Falle ging. Ich kann Ihnen nicht sagen wie glücklich wir alle
sind.
Endlich, nach auf den Tag genau, 6 Wochen Einsatz Tag und Nacht,
ging sie nachts um 1 Uhr in die Falle. Marina (bei der sie vorher in
Pflege war)
legte jeden Abend um 19 Uhr Pansen aus und nachts um 1 Uhr da Electra nur
nachts fressen kam.
Ich kontrollierte dann morgens um 6.45 Uhr die Falle.
In diesen 6 Wochen hatte Electra 3 Mal das Revier gewechselt.
Im 1. Revier hatten wir eine Katzenfalle stehen - ohne Erfolg, d.h. eine
Katze war drin.
Im 2. Revier das wir dann nach tagelangem Suchen ausfindig machten hatten
wir 3 Katzen
und 1 Vogel in der Falle - und auch Electra, aber sie war zu groß,
die Klappe der Falle schlug auf ihr Hinterteil und sie konnte rückwärts
wieder rausgehen.
Von Ihrem TH bekamen wir dann die Hundefalle, die wir ins Wiesengelände am
Waldrand schleppten
und aufstellten, aber diese Falle vermied sie.
Dann legten wir ein Netz aus mit Futter drauf. Wir versteckten uns
abwechseln hinter einem Bretterverschlag,
das Seil in der Hand um sofort anzuziehen wenn Electra kommt. Alle 3
Stunden wechselten wir ab,
Tag und Nacht. Abends um 20 Uhr, Michael (Herrchen) und ich waren auf
Wachposten kam Electra,
Michael zog am Seil, das Netz ging zu ................. und das Seil riss.
Wir bekamen dann raus dass sie in einer
Brombeerhecke wohnt und trafen uns dann einige Tage abends um 22.30 Uhr,
aber auch ohne Erfolg.
Electra
hatte nun genug von diesem Revier und wechselte wieder und wir mussten
erneut Suchplakate
austeilen da wir auf die Hilfe der Anwohner angewiesen waren um zu
erfahren wo sich dieses kleine Bist jetzt aufhält.
Vor ca.
10 Tagen sah Michael sie dann auf einer Wiese, er lief ihr nach und hätte
sie fast gehabt -
da fiel er in dem Schnee hin (:-((. Bereits im 1. Haus dort erfuhren wir
dass die Leute ab und zu Essensreste
auslegen und schon längere Zeit einen "Fuchs" füttern ohne ihn jemals
gesehen zu haben,
allerdings war das Electra. Sie erlaubten uns die Falle in ihrem Garten
aufzustellen,
also ab ins Wiesengelände, die 120 kg Falle ca. 100 m bis ans Auto
getragen,
dort auf Hänger und ab in den Garten von Fam. Blass.
Zwischendurch versuchten wir natürlich noch unser Glück sie mit Netzen
einzufangen,
jeder saß dann im Wald auf einem bestimmten Platz und wir warteten ob sie
kommt, aber den Gefallen tat sie uns nicht.
Ja und
jetzt haben wir Electra und sind überglücklich. Diese Nacht war eine kurze
aber "traumhafte" Nacht.
Als um 1 Uhr das Telefon klingelte sagte ich sofort "sie haben Electra".
Meine Güte ist das eine süße Maus,
diese Augen vergesse ich nie, der fragende Blick von unten was passiert
jetzt.
Wie glücklich bin ich dass dieser Albtraum ein Ende hat und Electra schön
warm, mit einem gefüllten Bäuchlein
wieder in ihrer Familie ist. Als wir sie dann aus der Falle holten
stellten wir fest dass sie ein Pfötchen
im Halsband hatte, also auf 3 Beinchen laufen musste aber zum Glück muss
das erst an diesem
Abend passiert sein. Lesen Sie mal den Bericht vom Pflegefrauchen mit
welcher List wir am Ende
Electra "überreden" konnten in die Falle zu gehen. Ohne Ihre Hilfe liebe
Frau Hofmeier hätten wir es nicht geschafft
und wer weiss ob es so schnell mit einem Netz geklappt hätte. Die
Tierklinik meinte noch zwei Wochen
hätte sie nicht überlebt, da sie sehr abgemagert war, sie bekam dann
Infusionen, Blutbild usw.
aber das war in Ordnung. Allerdings bekam sie samstag eine Narkose da sie
nur hustete und immer
Schleim erbrach, scheinbar steckte ein Stücken Knochen das sie gefunden
hatte im Hals.
Gestern
waren wir bei Electra zum Kaffee eingeladen - ich hänge Ihnen mal Bilder
an
damit Sie sehen was für ein Mäuschen dank Ihrer Falle gerettet wurde.
Nochmals ganz ganz herzlichen Dank und die Falle bringen wir jetzt Anfang
der Woche zurück.
Herzliche Grüße, Ingrid Behrendt, 13.03.2006
Hier
der Bericht vom Pflegefrauchen, vielleicht können Sie diesen Tip (Pipi)
mal anderen Leuten weitergeben die auch versuchen einen Hund einzufangen.
Hallo!
Genau vor 6 Wochen ist mein kleiner Pflegehund, die weisse
Spitz-Mix-Hündin Electra bei ihren neuen Besitzern durchgebrannt.
Wochenlang haben wir den Hund gesucht, auch gefunden, aber sie ließ sich
nicht einfangen. Fallen ignorierte sie und nahm das Futter nicht. Nun
hatte sie sich in der Nähe eines Gartens niedergelassen, wo man ihr - in
der Meinung einen Fuchs zu füttern - gelegentlich Essensreste rauslegte,
ohne den Hund jemals zu sehen. Wir durften dort letzen Samstag die
ausgeliehene große Falle aufstellen. Ich fütterte nur mit Trockenpansen
an, um die Katzen als Nahrungskonkurrenten möglichst auszuschließen. Sie
nahm auch den Pansen, der vor der Falle lag und im Eingangsbereich der
Falle. Nach hinten ging sie nicht.
Heute
hatte ich eine Idee. Ich habe zuhause gerade eine standläufige fremde
Hündin zu Besuch. Da wir noch Schnee liegen haben, ließ ich diese Dame in
den Schnee pinkeln und füllte den Schnee zunächst in eine Plastiktüte, die
ich dann im hinteren Bereich der Falle entlehrte.
Meine
Rechnung ging auf. Heute nacht saß tatsächlich Frl. Electra in der Falle
als ich hinkam. Wahrscheinlich hat sie da Konkurrenz gewittert und wollte
sich das mal etwas genauer ansehen. Glück für uns und den Hund. Nun sitzt
sie wieder in ihrem warmen Zuhause und hat bestimmt schon eine schöne
Futterschüssel vor der Nase. Da sie sehr mager geworden ist, hatte sie
sich mit einem Bein in ihrem Halsband verfangen und war wahrscheinlich
ziemlich behindert dadurch, daß es ihr nun unter der Achsel vorbeilief.
Kann aber noch nicht lange so gewesen sein, weil ich keine offenen Stellen
in der Haut gefunden habe.
Wir
alle sind froh, dass die Kleine wieder in Sicherheit ist und ich kann
endlich nachts wieder ins Bett gehen, wie es mir gefällt.
Ich
danke allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, oder wenigstens
Trost spendeten und gut zuredeten, nicht aufzugeben. Es hat sich doch
gelohnt.
Gerne
dürft ihr diese Mail an entsprechende Leute weiterleiten.
Liebe
Grüße Marina Franz